Geschichte des Karate- und Budo-Club Winterthur
 
Ende der fünziger Jahre gab es in der Schweiz nur ganz spärliche Informationen über Karate. Eine erste Gelegenheit bot sich 1960 Bruno Dammert, damals Trainer im Jiu-Jitsu-Club Winterthur (JJCW), neben einem nationalen Judokurs auch Karate-Unterricht bei M. Kondo zu nehmen. Es folgten Weiterbildungskurse in der Westschweiz und in Deutschland.

Das erste Karate-Training in Winterthur, im JJCW, fand im April 1962 statt. Von dieser ersten Karate-Gruppe in der Deutschschweiz gingen die Impulse zu weiteren Clubgründungen aus. Es wurden Einführungs-, Wochenend- und Ferienkurse organisiert sowie mit Karate-Demonstrationen im Fernsehen und Zeitungspublikationen für den Karate-Sport geworben. Gleichzeitig waren die Winterthurer Karatekas auch massgebend in der Karate-Sektion des schweizerischen Judo-Verbandes vertreten.

Im Jahre 1966 erfolgte eine Auslösung aus dem JJCW und die Karate-Sektion hiess fortan Karate- und Budo-Club Winterthur. Der Club zählte bereits über 100 Mitglieder und in den späteren Jahren zwischen 240 und 280 Mitgliedern. Spitzentrainer aus Japan, Korea, Frankreich und Deutschland gaben Karate-Kurse in Winterthur; ferner instruierten Selbstverteidigungsexperten aus dem fernen Osten, Amerika und Europa. Im KBCW entstanden 1972 die eigenständigen Sektionen Karate und Karate-All-Kampf (Selbstverteidigung). Zwecks besserer Förderung des Karate formierten sich im Januar 1983 die Karatekas im selbständigen Tochterclub Karate-Kai Winterthur.

Der KBCW versuchte nicht nur durch ständige Anpassung der Kampfsysteme und deren Techniken aktuell zu bleiben; die Sportkameradschaft und die vielseitigen kulturellen Anlässe wurden ebenfalls sehr geschätzt. Jedem bisher errungenen Erfolg folgte ein nächster Schritt zu neuen Ideen und Leistungsverbesserungen. So blieb der KBCW seit 1962 jung und fit.