Was ist Budo ?

Budo gilt als Oberbegriff für alle japanischen Kampf -, Kriegs- und Ritterkünste der Feudalzeit. Dabei bedeutet die Übersetzung aus dem Japanischen: Bu=Ritter (Kämpfer) und Do=Weg. Heute werden dem Budo auch alle neueren, fernöstlichen Kampf- und Selbstverteidigungs-Systeme zugeordnet.

Was ist Karate ?

Karate ist eine Kampfkunst, bei der wirkungsvolle Schläge, Stösse, Hiebe und Tritte mit sämtlichen Gliedmassen zur Abwehr und zum Gegenangriff gegen einen oder mehrere Angreifer eingesetzt werden. Aus dem Japanischen übersetzt bedeutet Kara=leer, nackt, unbewaffnet und te=Hand.

Was bedeutet Karate-All-Kampf ?

Seit 1962 wurden von Winterthur aus über 10'000 Personen in das praxisbezogene Selbstverteidigungs-System Karate-All-Kampf (KAK) eingeführt. Die besten, sichersten und schlagkräftigsten Techniken aus den asiatischen, amerikanischen und europäischen Kampfsystemen wurden ausgewählt und für den praktischen Einsatz kombiniert.

Neben den unbewaffneten, modernen Selbstverteidigungsarten (z.B. Karate, Judo, Jiu-Jitsu, Aikido) werden auch die bewaffneten Techniken, wie Anwendung von Schlagstöcken und des Yawara-Sticks geübt. Zur Selbstverteidigung vermittelt werden auch Kenntnisse des StGB (z.B. Notwehr-Recht und -Hilfe), der Psychologie, der Sicherheitstaktik, der Anatomie (z.B. Schmerz- und Lähmungspunkte), der Ersten Hilfe usw.! Das KAK-System wird ständig den aktuellen Gefahren und ihrem Bedrohungsgrad angepasst. Ebenfalls bestehen nationale und internationale Kontakte zu Budosport-Verbänden sowie zu professionellen Selbstverteidigungs- und Nahkampf-Ausbildungszentren.


Prinzipien im Selbstverteidigungs-System Karate-All-Kampf

Die gute Selbstverteidigung ist die Kunst des wirkungsvollsten Einsatzes der geistigen und körperlichen Kräfte. Auf Grund der praktischen Erfahrung mit dem Karate-All-Kampf im Training und im Ernstfall ergaben sich die bewährten Tips für die Selbstverteidigung:
  • Die einfachsten Techniken sind die Besten.
  • Jeder wählt jene Techniken aus, die seiner körperlichen Konstitution entsprechen und die ihm "passen".
  • Einen möglichen Gegner auf Distanz halten, misstrauisch sein und aufmerksam seine Mimik und Bewegungen beobachten.
  • Bei Kraft nicht Kraft als Gegendruck einsetzen, sondern versuchen, die des Gegners zum eigenen Vorteil auszunutzen.
  • Alle Abwehren und Gegenangriffe sind stets praxisbezogen und realistisch zu üben.
  • Alle Techniken sind konzentriert auf empfindliche Körperteile des Gegners zu richten.
  • Mit allen Verteidigungsaktionen ist zeitlich so lange wie nur möglich zuzuwarten, wird dann aber ein körperlicher Einsatz nötig, dann ohne Verzögerung und mit aller Konsequenz.
  • Bei allen Selbstverteidigungsaktionen müssen die angewendeten Techniken in Relation zum Angreifer und seiner Handlung stehen.
  • Der Abwehrende versucht, so gut es in der jeweiligen Gefahrensituation noch geht, ruhig und besonnen zu bleiben und den Überblick über all seine Handlungen zu behalten.